Restaurationen, Gaststätten und Kneipen


Gaststätte „Krause`s Eck“

Körffer`s Änn eröffnete 1948 in einem angemieteten Teil des Wohnhauses von Heinrich Krause, Hauptstraße 94, erstmals eine Kneipe. Heinrich Krause  betrieb im gleichen Haus einen Lebensmittelladen. Körffer`s „Änn“ war zuvor im Hotel Concordia als Wirtin aktiv. Das Hotel Concordia wurde bekanntlich kurz vor Ende des Krieges für die Zuwegung zum Feldflugplatz gesprengt. „Änn“ führte die Gaststätte bis zu ihrem Tod, Anfang 1958.

 

Im September 1958 pachteten die aus dem Dürener Grüngürtel stammenden Eheleute Jonny, genannt „Strüv“ und Ketchen Haas die Wirtschaft und eine im Haus befindliche 4 Zimmer Wohnung. Heinrich Krauses Tochter Kethe und Ehemann Willi Steffens, die währenddessen weiterhin in dem Haus wohnten, entschlossen sich 1972  die Kneipe selber zu betreiben. Sie wurde modernisiert und im September 1972 wieder eröffnet.

Im angrenzenden „Zemmersche“ dem ehemaligen Lebensmittelgeschäft fanden die Versammlungen der Vereinsvorstände zumeist im dichten Zigarren- und Zigarettenqualm statt. 

Am 20.Dezember 2000, musste Krauses Eck als letzte noch verbliebene Kneipe aus gesundheitlichen Gründen für immer geschlossen werden. 

 

Der „Runde Tisch“ der aus Wehrmachtsbeständen stammt, hat „Krauses Eck“ seit Eröffnung begleitet. Er könnte viele Geschichten erzählen. Er befindet sich nun als Spende der Familie Steffens im Kulturhaus. 



Gaststätte Oster

Am  südlichen Ortseingangs von Kelz bauten Heinz und Margarete Oster 1953/54 die Gaststätte „Kelzer Ente“, diese führten sie von 1954-1978 und von 1968-1972 Heiner und Fia Mazurkowski. Im Keller war eine Kegelbahn eingerichtet und im gleichen Haus betrieb man ein Lebensmittelgeschäft, auf der Kegelbahn fand von 1968-1972 eine Disco „Ponderosa“ statt.

An gleicher Stelle befand sich vor dem Bau dieser Gaststätte das Wohnhaus  der Familie Hambloch, in dem auch schon vor dem Krieg ein Geschäft für Lebensmittel bestand. Vor 1930 wird hier als Eigentümer Josef Hambloch, Beruf Händler, genannt.



Die Gaststätte Fuchs

stand auf der Ostseite der Hauptstraße und ist nicht zu verwechseln mit der Gaststätte „Klitsch“ dem heutigen Kulturhaus., 1930 wird als Eigentümer Franz Fuchs genannt, Beruf = Land- und Gastwirt und Betriebsmonteur, zur Gaststätte gehörte ein Saal, der auch im Kriegstagebuch von Dr. Hescheler  erwähnt ist (Weihnachtsfeier 1944). Anfang 1945 wurde das Haus von den Amerikanern für den Flugplatzbau gesprengt.

An gleicher Stelle aber mehrere Meter von der Straße entfernt, wurde zwischen 1949 und 1951 ein neues Wohngebäude mit Kneipe von Peter Bendt (Bönds Pette) errichtet.

Das Sälchen wurde etwas später angebaut und war damals der einzige etwas größere Raum in dem Veranstaltungen stattfinden konnten. Die Gaststätte hatte eine Besonderheit zu bieten –„ett Rüttsche“. Hier konnte man ohne den Gastraum zu betreten Flaschenbier, Tabakwaren und Süßes kaufen.

Liesel und  Walter Noeres kauften 1977 Wohnhaus mit Kneipe. Peter Bendt, dann Noeres, heute Wohnhaus der Familie Noeres.

Gaststätte Franz Fuchs „Bei Klitsch“

Im früheren Hause des Witwers Jakob Krause, betrieb dessen Sohn, Martin Krause, eine Metzgerei. Martin Krause ist im Krieg gefallen. An dieser Stelle, direkt neben Krause`s Eck, eröffnete  Franz Fuchs 1963 zusammen mit seiner Frau Billa eine Gaststätte. Er führte den Beinamen „Klitsch“. Vorher, und teilweise auch später noch, war er Frisör und Chauffeur.  

 

Er war bekannt dafür, dass er bei der Bezahlung der Zeche, diese immer sehr genau mit der Rechenmaschine nachkontrollierte. Nach seinem Tode übernahmen, für kurze Zeit, sein Sohn Fritz mit Frau Resi, Helmut Steffens und Frau und „Schneeflöckchen“ die Gaststätte. Nach einigen Jahren Leerstand und nachdem die letzte Kneipe „Krauses Eck“ schließen musste, konnte der Kulturverein die ehemalige stark sanierungsbedürftige Kneipe „Klitsch“ in 2000 erwerben und zu einem Haus der Kultur und Begegnung umbauen und bis heute betreiben.



Gaststätte Norbert Freidel

Schon vor dem Jahre 1911 betrieb Norbert Freidel (Ackerer und Wirth) im Haus Nr.20, an der Hauptstrasse (heute Michaelstraße 20) eine Ackerschaft und eine „Restauration“. Diese Kombination von Ackerschaft und Gaststättenbetrieb war zu dieser Zeit nicht selten. 1928 erbaute er an gleicher Stelle ein neues „Hotel-Restaurant“, inklusive einer Kegelbahn.

Im Keller dieses Hauses befand sich zum Ende des Krieges eine militärische Funkstation. Dies war der Grund eines Fliegerangriffs (23.12.1944), bei dem die linke Hälfte des Hauses zerstört wurde. Hierbei kamen mehrere  deutsche Soldaten dieser Funkstation um`s Leben. Das Haus Freidel wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut. In diesem wieder aufgebauten linken Teil, wurde dann später für einige Jahre eine Drogerie betrieben. Kurze Zeit später wurde die Gaststätte dann aufgegeben.

Gaststätte „Ullibar“                                                                                                   

Direkt neben der ehemaligen Gaststätte Fuchs, im heutigen Wohnhaus von Arnold Simons wurde Mitte der 1960iger Jahre eine  B a r, die sogenannte Ullibar eröffnet, die über 20 Jahre an dieser Stelle zuletzt von Hilde Claus betrieben wurde. 

Im Jahre 1930 wird hier Wilhelm Kuss als Kolonialwarenhändler genannt. Seine Frau war eine Tochter vom Gastwirt des Concordia´s, Bertram Körffer.

Auch dieses Gebäude fiel Anfang 1945 den Sprengungen für den amerikanischen Feldflugplatz zum Opfer. Nachdem das Gebäude nach dem Krieg wieder aufgebaut war, führte zunächst  Familie Kuss, dann Familie Kehren und zuletzt Familie Macherey hier ein Lebensmittelgeschäft. Zuletzt wurde noch für einige Jahre eine Backwarenverkaufsstelle betrieben.